Die letzte Rettung

Es war wieder soweit, das Flussfieber hat uns gepackt und wir entschlossen uns schon vor einigen Wochen das wir zur Elbe fahren. Christian wohnt in der Nähe und konnte uns einen Teilabschnitt bestens Vorbereiten.  

Fritze, Kevin und Ich waren jetzt schon einige Male an der Elbe, wir konnten auch schon unsere Fische fangen nur Kevin hatte da in letzter Zeit nicht so viel Glück. Aber auch für mich lief das Angeljahr bisher mehr als bescheiden, trotz alle dem entschloss ich mich in der Mitte zu fischen, was im Fluss schon ein Nachteil darstellen kann, Kevin fischte direkt am Buhnenkopf und Fritzchen dann auf der anderen Seite. Und es dauert auch nicht lang und Fritze sein Funkmelder schlug Alarm, der Fisch war sehr weit draußen schon fast am Ende der Buhne und nun hieß es, ihn nicht in die Hauptströmung kommen zu lassen. In 100m Entfernung schoss der Fisch plötzlich aus dem Wasser und man konnte sofort sehen das es ein schöner Schuppi war, die Betonung liegt dabei tatsächlich auf war, da der Fisch nur kurze Zeit später ausstieg. Schade. Aber nach so kurzer Zeit schon einen Biss das lässt die Hoffnungen steigen. Der Abend verlief dann leider sehr ruhig und die Nacht brachte auch keinen Fisch, am Morgen machten wir uns dann aber wieder Hoffnung da bei uns hier an der Elbe die Fische am Tage doch etwas mehr in Fresslaune sind als in der Nacht. Aber wie sagt man so schön Pustekuchen, der Tag verlief ebenfalls sehr ruhig und uns blieb jetzt nur noch diese eine Nacht.

 Um 1.00 Uhr war es dann so weit meine Piepse schrie laut auf und ich sprang doch sehr verwundert auf und eilte zur Rute, mit einem Biss in der Nacht hatte ich nicht wirklich gerechnet. Der Fisch hatte schon einige Meter genommen aber als ich ihn langsam zum halten bekam spürte ich ordentlich Druck. Im Fluss ist es schwer einzuschätzen was sich am anderen Ende Richtung Kescher bewegt, da auch die kleineren Fische schon ordentlich Power haben, doch mein Gefühl war gut. Als der Fisch dann im Netz war sah ich sofort, das ist ein Guter und mit 18,2 Kg lag ich da gar nicht so falsch. Für mich der schwerste Fisch aus der Elbe und die letzte Rettung in einem doch sehr mäßigem Angeljahr.